Glossary
Basalinsulin (Zweck)
Leber gibt nach und nach Zucker ab und Basaliunsulin fängt die Zuckerteilchen ab und bringt sie in die Zellen.
Basalrate
Die Basalrate ist der kontinuierliche Grundbedarf an Insulin, den der Körper – unabhängig von der Nahrungsaufnahme – zur Stabilisierung des Blutzuckerspiegels benötigt. Sie ist zentraler Bestandteil der Insulinpumpentherapie (CSII), wo sie stündlich angepasst werden kann. Mit einem Basalratentest (Nüchternmessung) wird geprüft, ob die eingestellte Menge passt. Wichtige Aspekte zur Basalrate: Funktion: Deckt den Insulinbedarf, da die Leber auch im Ruhezustand Glukose produziert. Anpassung: Kann tageszeitlich variieren (oft morgens höher, nachts niedriger). Einflussfaktoren: Körperliche Aktivität, Stress, Erkrankungen oder Medikamente erfordern Anpassungen (Senken/Erhöhen). Anteil: Etwa 50 % des gesamten Tages-Insulinbedarfs entfallen auf die Basalrate. Alternative: Bei der intensivierten konventionellen Therapie (ICT) wird die Basalrate durch Langzeit-Analoginsuline abgedeckt.
Bolus
Ein Bolus bezeichnet in der Medizin die rasche, einmalige Verabreichung einer größeren Menge eines Medikaments, Kontrastmittels oder von Nahrung (sogenannte Bolusgabe/Bolusinjektion). Ziel ist der schnelle Aufbau eines hohen Wirkspiegels. Es kann sich auch um den Nahrungsbissen beim Schlucken oder ein Gebäck handeln. - Medizin (Medikamentengabe): Eine schnelle Injektion (intravenös, intramuskulär) oder Infusion, um in kurzer Zeit eine hohe Wirkstoffkonzentration im Körper zu erreichen. - Diabetes: Die Gabe von schnellwirksamem Insulin, um den Blutzuckeranstieg nach einer Mahlzeit auszugleichen. - Ernährung: Die Gabe von Nahrung über eine Sonde in kurzer Zeit, oft mittels Spritze direkt in den Magen oder Darm.
Fette
... bestehen aus Glycerin und Fettsäuren. Glycerin kann in Zucker umgebaut werden. (-> sehr langsam) Fettsäuren können Insulin bei der Arbeit behindern.
Glykämischer Index
Der glykämische Index (GI) - der zusammen mit der glykämischen Last (GL) betrachtet werden muss - stellt ein Maß dar, wie ein kohlenhydrathaltiges Lebensmittel auf den Blutzuckerspiegel wirkt. Das Wichtigste in Kürze: Je geringer der glykämische Index (GI), desto weniger und langsamer steigt der Blutzuckerspiegel an.
Hyperglykämie
Eine Überzuckerung (Hyperglykämie) bedeutet einen zu hohen Blutzuckerspiegel, meist durch zu wenig Insulin im Verhältnis zum Zucker, was zu Müdigkeit, Durst, häufigem Wasserlassen und Sehstörungen führt und langfristig Gefäße schädigt. Ursachen sind oft Diabetes, Stress, Krankheit oder Medikamente. Bei starken Werten können Übelkeit, Erbrechen oder Atemprobleme auftreten, bis hin zum diabetischen Koma (Ketoazidose), was sofortige ärztliche Hilfe erfordert (Notruf 112). Maßnahmen sind viel Trinken (Wasser), leichte Bewegung und eventuell angepasste Medikamentengabe nach Absprache mit dem Arzt.
Hypoglykämie
Unterzuckerung (Hypoglykämie) ist ein zu niedriger Blutzuckerspiegel, der Symptome wie Schwitzen, Zittern, Heißhunger, Blässe, Herzklopfen, Unruhe und Konzentrationsprobleme verursacht und bei schweren Fällen zu Verwirrung, Krämpfen oder Bewusstlosigkeit führen kann; bei bewussten Personen hilft schnell Traubenzucker oder ein zuckerhaltiges Getränk, während bei Bewusstlosigkeit die stabile Seitenlage und der Notruf 112 wichtig sind.
Ketonmessung
Eine Ketonmessung dient dazu, den Spiegel von Ketonkörpern (wie Aceton) im Blut, Urin oder Atem zu bestimmen, um den Stoffwechselzustand wie die Ketose (Fettverbrennung) bei ketogener Ernährung oder eine drohende Ketoazidose bei Diabetes zu überwachen. Man misst bei hohen Blutzuckerwerten (Hyperglykämie), um eine gefährliche diabetische Ketoazidose frühzeitig zu erkennen.